01Geltungsbereich
Für wen die Regel gilt. Wer nicht genannt wird, fühlt sich nicht gemeint — und das sind erfahrungsgemäß genau die Leute, die am freimütigsten mit Tools experimentieren.
Was reinkommt: Festangestellte, Aushilfen, Werkstudenten, Freie, Praktikanten, Geschäftsführung.
02Freigegebene Werkzeuge
Namentlich und mit Lizenzstufe. „ChatGPT ist erlaubt“ ist keine Regel: Free, Plus und Business sind drei verschiedene Rechtslagen, und nur eine davon hat einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Was reinkommt: Werkzeug, Lizenzstufe, wer die Lizenz verwaltet, ob ein AVV vorliegt.
03Was nie in den Prompt darf
Die Liste, die im Alltag tatsächlich nachgeschlagen wird. Kurz halten und an euren Daten formulieren — abstrakte Kategorien helfen um 16 Uhr im Postfach niemandem.
Was reinkommt: Klarnamen, Adressen, Gesundheits- und Bewerberdaten, Zugangsdaten, komplette Verträge.
04Pseudonymisierungsregel
Wie ersetzt wird, bevor etwas ins Modell geht, und wo die Zuordnung bleibt. Das ist die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung — rund 30 Sekunden pro Vorgang.
Was reinkommt: Platzhalterschema ([KUNDE_01]), Ablageort der Zuordnungsliste, wer sie führt.
05Prüfen und freigeben
Was ein Mensch liest, bevor es das Haus verlässt. Die Anbieter schließen ihre Haftung für fehlerhafte Ausgaben weitgehend aus; was in eurem Namen rausgeht, verantwortet ihr.
Was reinkommt: Welche Ausgaben freigabepflichtig sind, wer freigibt, was vollautomatisch laufen darf.
06Kennzeichnung nach außen
Wo der Hinweis steht, wenn KI mit Menschen spricht oder Inhalte erzeugt. Art. 50 verlangt Erkennbarkeit, keine Einwilligung — meist genügt ein Satz an der richtigen Stelle.
Was reinkommt: Wortlaut für Chat-Widget, automatische Antworten und KI-erzeugte Inhalte.
07Zuständigkeit
Wer neue Werkzeuge freigibt und wer entscheidet, wenn ein Fall unklar ist. Mit Namen, nicht mit Abteilung: Eine Richtlinie, die auf „die IT“ verweist, landet im Zweifel bei niemandem.
Was reinkommt: Name für Freigaben, Name für Zweifelsfälle, Vertretung.
08Wenn etwas schiefgeht
Der Meldeweg samt Fristen — und der Satz, dass eine Meldung keine Konsequenzen für die meldende Person hat. Ohne diesen Satz meldet niemand, und ihr erfahrt es zuletzt.
Was reinkommt: Sofort dokumentieren, binnen 24 Stunden intern, bei einer Datenpanne binnen 72 Stunden an die Aufsichtsbehörde.
09Stand und Überprüfung
Datum, Version und wer sie wann prüft. Ein Dokument ohne Datum lässt sich im Streitfall nicht datieren — und genau darum geht es beim Nachweis.
Was reinkommt: Versionsdatum, Prüfintervall, Auslöser für eine Zwischenprüfung.