KI-Automatisierung
DSGVO-konform
Wie ich Automatisierungen für Ingenieurbüros baue, damit ihr sie mit Blick auf die DSGVO einsetzen könnt – transparent, realistisch und ohne leere Versprechen.
Unsere Datenschutz-Zusagen
- Auftragsverarbeitung vertraglich geregelt (Art. 28 DSGVO)
- Keine Nutzung von Kundendaten für KI-Training (soweit vertraglich mit den eingesetzten Sub-Dienstleistern abbildbar, Standard bei Enterprise- und API-Tarifen)
- Vollständige Transparenz über eingesetzte Sub-Dienstleister
- Datenverarbeitung innerhalb der EU oder mit geeigneten Garantien nach Kap. V DSGVO
- Klar definierter Zweck pro Verarbeitung
- Schutz durch dokumentierte TOMs
So fließen eure Daten
Der Datenfluss wird je Automation vorab definiert, dokumentiert und technisch begrenzt.
- 1. Eingang
Daten kommen aus definierten Quellen wie E-Mail, Formular oder Dokumenten-Upload.
- 2. Vorverarbeitung
Filter, Prüfung und bei Bedarf Pseudonymisierung vor der KI-Verarbeitung.
- 3. Verarbeitung
Verarbeitung nur in freigegebenen Systemen und APIs mit klaren Berechtigungen.
- 4. Rückgabe
Ergebnisse werden kontrolliert ins Zielsystem übertragen, z. B. CRM, E-Mail oder Dokument.
- 5. Speicherung
Speicherung und Löschung erfolgen nach definierten Fristen und dokumentierten Verantwortlichkeiten.
Stufe 1 - Low Risk
Interne Recherche und Reports ohne personenbezogene Daten.
Stufe 2 - Mittleres Risiko
Kundenkommunikation ohne sensible Daten, mit klaren Freigaben.
Stufe 3 - Höheres Risiko
Automationen mit Kundendaten nur mit AVV, DSB-Abstimmung und Dokumentation.
Wo Datenschutz im Ingenieurbüro-Alltag relevant wird
- Angebots- und Leistungsverzeichnis-Erstellung
- E-Mail-Automation mit Kunden, Behörden und Nachunternehmern
- Ausschreibungen und Vergabeunterlagen
- Protokolle und Besprechungsnotizen
- Rechnungs- und Projektdaten
Der Tool-Check vor dem Produktiveinsatz
Bevor ein KI-Tool produktiv genutzt wird, sollten diese Fragen beantwortet und intern dokumentiert sein.
- Wo stehen die Server?
- Wie lange werden Daten gespeichert?
- Gibt es einen AV-Vertrag?
- Werden Daten für Modelltraining genutzt?
- Welche Sub-Dienstleister werden eingesetzt und sind sie offengelegt?
- Wie werden Betroffenenrechte (Auskunft, Löschung) umgesetzt?
Tool-Kategorien statt Tool-Hype
- Enterprise- oder Team-Tarife mit AVV
Für Kundendaten geeignet, wenn Vertrag und technische Schutzmaßnahmen sauber umgesetzt sind.
- Self-hosted oder EU-Modelle
Sinnvoll bei besonders sensiblen Daten und erhöhten Compliance-Anforderungen.
- Free-Tarife ohne AVV
Nur für interne Aufgaben ohne personenbezogene Daten.
Einsatz von KI-Systemen
KI wird ausschließlich in klar definierten und kontrollierten Prozessschritten eingesetzt.
- KI wird nur für konkrete Zwecke eingesetzt (z. B. Zusammenfassungen, Klassifikation, Entwürfe).
- Es erfolgt keine unkontrollierte Weitergabe kompletter Rohdaten an externe KI-Systeme.
- Sensible Daten werden vor der Verarbeitung geprüft, reduziert oder pseudonymisiert.
- API-Nutzung erfolgt nur mit deaktivierter Trainingsnutzung und dokumentiertem Verarbeitungszweck.
Datenminimierung in der Praxis
- Für Tests nur Pseudodaten oder anonymisierte Daten verwenden.
- Personenbezogene Informationen entfernen, wenn sie nicht erforderlich sind.
- Keine kompletten Rohdatensätze ungeprüft in KI-Tools einspielen.
Technische Maßnahmen (TOMs)
So setze ich Datenschutz auf Systemebene praktisch um.
- Verschlüsselte Verbindungen (TLS)
- Zugriffsbeschränkung nach Least-Privilege-Prinzip
- API-Keys im Secret-Store, nie im Klartext
- Logging und Monitoring der Automationen
- Regelmäßige Review der Datenflüsse und Berechtigungen
Was ihr als Unternehmen braucht
Diese Dokumente sind eure Compliance-Basis. Ich liefere die technischen und organisatorischen Grundlagen für eure DSGVO-Dokumentation, die rechtliche Bewertung erfolgt über euren DSB oder Anwalt.
- VVT: Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten mit Zweck, Datenkategorien und Speicherdauer.
- AVV: Auftragsverarbeitungsverträge mit allen relevanten Dienstleistern.
- TOMs: Technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO.
- Interne KI-Richtlinie: Klare Regeln, welche Tools Mitarbeitende wofür nutzen dürfen.
- DSFA: Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO bei Automationen mit voraussichtlich hohem Risiko - ich liefere die technische Grundlage, die Bewertung erfolgt durch euren DSB.
Prompt Injection: unterschätztes Risiko
Agenten können auf Dateien und Abläufe zugreifen. Deshalb braucht es klare Schutzmechanismen, damit Inhalte nicht unkontrolliert weitergegeben werden.
- Eingaben validieren und riskante Inhalte filtern
- Tool-Rechte für Agents strikt begrenzen
- Keine automatische Datei- oder Mailfreigabe bei offenen Agent-Läufen
- Review-Schritt bei sensiblen Ergebnissen
Betroffenenrechte und Meldepflichten
Automationen müssen so gebaut sein, dass Rechte der Betroffenen jederzeit umgesetzt werden können.
- Auskunftsersuchen (Art. 15 DSGVO) werden durch dokumentierte Datenflüsse nachvollziehbar
- Löschkonzept mit definierten Fristen und Verantwortlichkeiten pro Automation
- Widerspruch und Einschränkung der Verarbeitung technisch abbildbar
- Meldung von Datenschutzverletzungen an euch als Verantwortlichen unverzüglich gemäß Art. 33 Abs. 2 DSGVO
- Unterstützung bei der Erfüllung der Pflichten aus Art. 33 und 34 DSGVO
EU AI Act - gestaffelte Anwendbarkeit
Der EU AI Act ist bereits seit August 2024 in Kraft. Die Pflichten gelten gestaffelt: Februar 2025 Verbote bestimmter Praktiken, August 2025 Pflichten für General-Purpose-KI-Modelle, August 2026 Hauptteil inklusive Hochrisiko-Systeme, August 2027 vollständige Anwendbarkeit. Unternehmen, die ihre KI-Prozesse jetzt sauber strukturieren, sind auf die neuen Anforderungen deutlich besser vorbereitet.
Die 5 häufigsten Fehler
- Kundendaten in kostenlose Tools kopieren
- Kein AVV mit Dienstleistern abschließen
- Keine Dokumentation von Datenflüssen und Zuständigkeiten
- Mitarbeitende wählen Tools ohne klare Vorgaben
- Sensible Daten werden ungeprüft automatisiert verarbeitet
So stelle ich DSGVO-orientierte Automationen sicher
- AVV mit Flinra vor Projektstart
- Dokumentierter Datenfluss für jede Automation
- Klare Rollenverteilung (Verantwortlicher / Auftragsverarbeiter)
- Transparente Liste der eingesetzten Sub-Dienstleister
- Standard: EU-Hosting oder EU-konforme Anbieter
- Ausnahmefälle: US-APIs nur mit AVV, SCC und dokumentierter Risikoabwägung
- Keine Nutzung von Kundendaten für KI-Training bei API-Nutzung
- TOM-Übersicht als Grundlage für euer VVT
- Abstimmung mit eurem Datenschutzbeauftragten auf Wunsch
FAQ
Glossar
Ergebnis für euer Unternehmen
Ihr bekommt eine klare Entscheidungsgrundlage, ob und wie ihr KI- Automationen im Unternehmen DSGVO-orientiert einsetzen könnt:
- Klar dokumentierte Datenflüsse und Verantwortlichkeiten
- Transparenter Einsatz von KI-Systemen
- DSGVO-orientierte Automationen, die nachvollziehbar und prüfbar sind
Dieser Leitfaden dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Für rechtsverbindliche Prüfungen wendet euch an einen Datenschutzbeauftragten oder Fachanwalt.